Warum Vorsorge?

Weil dein Wille auch dann zählen soll, wenn du nicht sprechen kannst.

Vorsorge ist kein Thema nur für später. Sie gibt dir heute die Möglichkeit, Entscheidungen über Gesundheit, Vertretung, Familie und Nachlass selbst vorzubereiten.

Kurz erklärt

Was bedeutet rechtliche Vorsorge?

Rechtliche Vorsorge bedeutet, den eigenen Willen für Situationen festzuhalten, in denen du Entscheidungen nicht mehr selbst treffen oder mitteilen kannst. Sie bestimmt, wer handeln darf, welche medizinischen Wünsche gelten und was mit Familie, Vermögen oder persönlichen Angelegenheiten geschehen soll.

Gute Vorsorge besteht selten aus nur einem Dokument. Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Testament, Sorgerechts- und Bestattungsverfügung ergänzen sie je nach Lebenssituation.

Alle sieben Dokumente vergleichen
01

Unfall auf dem Weg zur Arbeit

Ohne Vorsorgevollmacht darf oft niemand Konten kündigen, Verträge sortieren oder mit dem Krankenhaus sprechen — selbst nahe Angehörige nicht automatisch.

02

Plötzliche schwere Erkrankung

Eine klare Patientenverfügung entlastet Ärztinnen, Ärzte und Angehörige. Statt zu raten, können sie deinen dokumentierten Willen umsetzen.

03

Familie mit Kindern

Eine Sorgerechtsverfügung zeigt, wen du für den Ernstfall als Vormund vorschlägst. Das Gericht prüft das Kindeswohl — erhält aber eine klare Orientierung.

Der richtige Zeitpunkt

Vorsorge beginnt, wenn du selbst entscheiden kannst.

Du musst nicht warten, bis Alter oder Krankheit das Thema dringend machen. Jede volljährige Person kann unerwartet auf Hilfe angewiesen sein.

Volljährigkeit und Auszug aus dem Elternhaus

Partnerschaft, Heirat oder Trennung

Geburt oder Adoption eines Kindes

Immobilienkauf, Selbstständigkeit oder größeres Vermögen

Diagnose, Operation oder Beginn einer Pflegebedürftigkeit

Veränderung wichtiger Vertrauenspersonen

Drei Schritte zu mehr Klarheit

Vorsorge muss nicht an einem Tag fertig sein.

01

Vertrauen klären

Überlege, wer deine Wünsche kennt und bereit ist, im Ernstfall Verantwortung zu übernehmen.

02

Dokumente auswählen

Beginne mit den Themen, die zu deiner aktuellen Lebens-, Familien- und Vermögenssituation passen.

03

Wirksam aufbewahren

Beachte Formvorgaben, unterschreibe die Originale und teile mit, wo sie schnell gefunden werden.

Digital erstellen heißt nicht automatisch digital wirksam.

Je nach Dokument sind Ausdruck, eigenhändige Unterschrift, vollständige Handschriftlichkeit oder notarielle Form erforderlich. Die digitale Speicherung ersetzt kein wirksames Original und keine Registrierung im Zentralen Vorsorgeregister.